Luftverunreinigungen

Grundlagen

Luftverunreinigungen oder Luftschadstoffe sind beispielsweise Rauch, Staub, Ruß, Gase, Dämpfe oder Geruchsstoffe. Sie verändern die natürliche Zusammensetzung der Luft.
Wichtige Luftverunreinigungen sind Schwefeldioxid und Stickoxide, Ozon und Feinstaub. Daneben gibt es Luftverunreinigungen wie Ruß, Benzol, Schwermetalle, polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe und Dioxine, denen eine besondere Bedeutung zukommt, da sie krebserzeugende oder toxische Eigenschaften besitzen. Entscheidend für die Luftqualität ist, in welcher Konzentration der jeweilige Stoff in der Luft vorkommt und wie lange er einwirkt.

 

Bild Fabrikemissionen copyright: LÄRMKONTOR GmbHEmissionen/Immissionen

Im Zusammenhang mit Luftverunreinigungen hört und liest man häufig die Begriffe Emission und Immission.Emission ist die Abgabe fester, flüssiger oder gasförmiger Stoffe an die Umwelt, z.B. die von einer Anlage ausgehenden Luftschadstoffe oder Geräusche. Sie können aus definierten Quellen wie Kaminen aber auch aus diffusen Quellen wie Deponien stammen. Emissionen können rechnerisch ermittelt oder gemessen werden. Jede Emission hat eine Immission zur Folge. Immissionen sind  demnach feste, flüssige oder gasförmige Stoffe, die  auf die Umwelt einwirken.  Relevant ist nicht nur die Außen-, sondern auch die Innenraumluft.
Die rechtliche Grundlage zur Beurteilung von Emissionen und Immissionen stellt vorrangig das Bundes-Immissionsschutzgesetz dar.

 

Ursachen

Die Ursache von Luftschadstoffbelastungen sind Emissionen aus den unterschiedlichsten Quellen. Verursacher sind dabei insbesondere der Straßenverkehr, gewerbliche Anlagen sowie der Hausbrand. Die Höhe der Schadstoffbelastung hängt außerdem von den meteorologischen Bedingungen ab, die die Ausbreitung und die Verdünnung von Schadstoffen in der Atmosphäre beeinflussen.

 

Feinstaub und Stickstoffoxide

Bild AutoabgasStickstoffoxide:

Hauptquellen der vom Menschen verursachten Stickstoffoxid-Emissionen (Stickstoffdioxid=NO2, Stickstoffmonoxid =NO) sind Verbrennungsprozesse in Feuerungsanlagen (Kraftwerke, Industrie) und Motoren (Kraftfahrzeugverkehr). Direkt emittiert wird überwiegend Stickstoffmonoxid, das in der Atmosphäre schnell zu Stickstoffdioxid oxidiert wird. NO2 kann die Gesundheit schädigen. Stickstoffoxide sind Vorläufersubstanzen für die Bildung von bodennahem Ozon und anderen Verbindungen, die als "photochemische Oxidantien" bezeichnet werden.

Feinstaub:

Die Korngröße der einzelnen Partikel ist bei der Beurteilung von Stäuben ein wichtiges Kriterium. Stäube mit einem Durchmesser kleiner/gleich 10 µm werden als PM10 (PM = particulate matter), kleiner als 2,5 µm als PM 2,5 bezeichnet. So liegt beispielsweise der Durchmesser der meisten Dieselrußpartikel im Größenbereich von 0,02 bis 0,5 µm. Man nennt sie auch Feinstäube. Feinstäube werden über die Atmung aufgenommen und dringen über den Kehlkopf hinaus in die Atemwege ein. Partikel bis ca. 3 µm gelangen bis in die Hauptbronchien, Partikel kleiner als 1 µm bis in die Lungenbläschen. Sie wirken zum einen schädigend durch ihre mechanisch-irritative Wirkung, zum anderen durch die stofflichen Eigenschaften des Partikelkerns und durch an diesen angelagerte Schadstoffe.

 

Broschüre Luftqualitätsüberwachung in Nordrhein-Westfalen

In dieser Broschüre des Ministeriums für Umwelt und Natur, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (MUNLV) finden Sie weitere interessante Informationen zu vorgenanntem Thema:

http://www.umwelt.nrw.de/umwelt/pdf/luft.pdf

 

Messen von Luftverunreinigungen

Zur Überwachung der Luftqualität in NRW betreibt das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) NRW ortsfeste und mobile Messstationen, an denen Daten im Rahmen kontinuierlicher und diskontinuierlicher Messprogramme erhoben werden. Gemessen wird in Ballungsräumen, in ländlichen Regionen, aber auch in Waldgebieten. In NRW ist die Belastung mit Luftschadstoffen weniger geworden. Die Grenzwerte für Benzol, Blei, Kohlenmonoxid und Schwefeldioxid werden überall in NRW eingehalten. Handlungsbedarf besteht immer noch an einzelnen industriellen Belastungsschwerpunkten und in stark verkehrsbelasteten Innenstädten. Die Belastung durch Feinstaub und Stickstoffdioxid stellt dort ein relevantes Gesundheitsproblem dar.

Hier finden Sie die aktuellen Messwerte der Luftqualitätsüberwachung in NRW:

(www.lanuv.nrw.de/luft/immissionen/aktluftqual/eu_luft_akt.htm)

 

Ansprechpartnerin in der Stadt Gelsenkirchen:


Dr. Ute Wenzel
Referat Umwelt
Abteilung: Umweltplanung/Umweltinformation/aGEnda 21
Telefon: 0209/169/4214
E-Mail: ute.wenzel@gelsenkirchen.de

 


Umweltportal Gelsenkirchen - Referat Umwelt

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